#11 Stress, Erschöpfung oder Burnout?
Shownotes
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Worum geht's in dieser Folge? „Geht das noch, oder ist das schon Burnout?" – diese Frage höre ich fast täglich. In dieser Folge nehme ich dich die komplette Skala entlang: von der Kindheit über akuten und chronischen Stress, Erschöpfung und Burnout bis zur Erschöpfungsdepression. Anhand des fiktiven, aber aus vielen echten Fällen zusammengesetzten Unternehmers Max zeige ich, wie dieser Verlauf über Jahre biologisch nachvollziehbar abläuft – und an welchem Punkt du gerade stehst.
Kindheit & Prägung Max wächst in einer Unternehmerfamilie auf, Anerkennung ist an Leistung gekoppelt. Dazu kommen zwei Jahre Mobbing in der Schule – ein sogenanntes Small-t-Trauma: nicht lebensbedrohlich, aber wiederholt und ungelöst. Genau in dieser Phase kalibriert sich die HPA-Achse (Hypothalamus, Hypophyse, Nebennierenrinde) auf die Umwelt, die sie vorfindet. Die ACE-Studie (Felitti et al., 1998, >17.000 Teilnehmer) zeigt: Je mehr belastende Kindheitserfahrungen, desto höher das Risiko für körperliche und psychische Erkrankungen Jahrzehnte später – auch für Burnout im Erwachsenenalter.
Akuter Stress (Max, 20 Jahre) Max ist leistungsfähig, hat Prägungen und Trigger – aber sein Nervensystem ist nicht dysreguliert. Sympathikus und Parasympathikus schalten noch sauber: hoch bei Belastung, runter danach. Das ist der gesunde Normalfall nach Hans Selyes Allgemeinem Adaptationssyndrom (1936): Alarm, Widerstand, Erschöpfung. Erkennbar daran: Nach Belastung fällt Max innerhalb von Stunden runter, ein freies Wochenende wirkt, er wird im Urlaub nicht krank.
Chronischer Stress (Max, 27–30 Jahre) Mit eigener Firma greift die Kindheitsregel „Ich bin okay, wenn ich liefere" voll. Abgrenzung zu echtem Workaholism: Nicht die Stundenzahl ist entscheidend, sondern ob du danach zurück in die Regulation kommst – bei Max nicht mehr. Zeichen: nächtliches Aufwachen, harter Nacken und Kiefer, Reizbarkeit zu Hause, Krankwerden im Urlaub. Das Tückische: Max ist in dieser Phase voll leistungsfähig, seine besten Jahre in Zahlen – deshalb merkt er es nicht. Die Cortisol Awakening Response (Anstieg von ca. 50–75 % in den ersten 30–45 Minuten nach dem Aufwachen) bleibt hoch, fällt abends aber nicht mehr richtig ab: müde und wach gleichzeitig.
Erschöpfung (Max, 36 Jahre) Die Qualität kippt: von „ich bin gestresst" zu „ich komme nicht mehr hoch". Die morgendliche Aufwachreaktion flacht ab, teils kaum noch messbar – das System reguliert sich herunter. Wichtig: Das ist keine „Nebennierenschwäche" im medizinischen Sinne (keine anerkannte Diagnose), sondern eine echte Regulationsänderung. Folgen: unerholsamer Schlaf, kognitive Verlangsamung, Libidoverlust, vor allem Belastungsintoleranz – Sport oder Anstrengung machen es schlechter statt besser. Ein einzelner Cortisolwert kann in dieser Übergangsphase völlig normal aussehen (Danhof-Pont et al., 2011: kein Einzelmarker unter über 30 untersuchten ist zuverlässig genug). Aussagekräftiger ist die Regulationsfähigkeit selbst, gemessen über die Herzratenvariabilität (Lennartsson et al., 2016: reduzierte vagal vermittelte HRV bei Erschöpfungssyndrom).
Burnout Jetzt liefert auch der Sympathikus nicht mehr – die HRV ist in beide Richtungen niedrig. Nach Christina Maslach braucht es drei Dimensionen: emotionale Erschöpfung, Zynismus/Depersonalisation und reduzierte Leistungsfähigkeit. Die WHO führt Burnout in der ICD-11 als Berufsphänomen, nicht als eigenständige Erkrankung. Freudenberger & North beschreiben zwölf Stadien (nicht empirisch validiert, nicht streng linear) – trotzdem hilfreich, um den eigenen Punkt im Prozess einzuordnen.
Erschöpfungsdepression Am Ende der Skala steht oft eine Depression. Wichtig für die Unterscheidung: Die Erschöpfungsdepression hat einen klar identifizierbaren Auslöser (chronische Überlastung), die klassische melancholische Depression oft nicht. Biologisch zeigen beide in unterschiedliche Richtungen: Hypercortisolismus und gestörte Dexamethason-Suppression bei melancholischer Depression, niedriges Cortisol und verstärkte Suppression beim Erschöpfungssyndrom. Die Behandlung unterscheidet sich entsprechend – Verwechslung kann beide Zustände verschlimmern.
Wie wir das im Mental Longevity Club diagnostizieren 24-Stunden-HRV-Messung (medizinisch, nicht Smartwatch) plus Aktivitätsprotokoll, dazu Anamnese und Verlaufsdiagnostik statt Einzelwerten. Daraus leiten wir ab, was jemand braucht: Coaching, Entlastung – oder therapeutische Arbeit an der Ursache, etwa über Traumatherapie (EMDR, IRRT, Arbeit mit dem inneren Kind) und körperbasierte Verfahren wie Breathwork, Körperpsychotherapie oder Craniosacral-Arbeit. Breathwork ersetzt keine Therapie und gehört in fachkundige Hände.
Drei Selbsttests für dich – ganz ohne Gerät
Der 48-Stunden-Test: Bist du am Sonntagabend nach einem freien Wochenende erholt, oder brauchst du Tage, um runterzukommen? Der Morgen-Check: Wachst du angespannt auf (eher chronischer Stress) oder wie überfahren, ohne „Startknopf" (eher Richtung Burnout)? Der Belastungs-Test: Fühlst du dich nach Anstrengung besser oder schlechter?
Und der Satz, um den die ganze Folge kreist: Achtsam ballern heißt nicht weniger ballern – es heißt zu wissen, aus welchem Zustand heraus du ballerst.
Studien & Modelle in dieser Folge
Felitti et al. 1998 – ACE-Studie (>17.000 Teilnehmer, Dosis-Wirkungs-Beziehung) ACE ↔ Burnout im Erwachsenenalter (Ärzt:innen / Pflegepersonal) Selye 1936 – Allgemeines Adaptationssyndrom (Alarm / Widerstand / Erschöpfung) Cortisol Awakening Response (CAR) – Anstieg ~50–75 % in den ersten 30–45 Min Danhof-Pont et al. 2011 – systematische Übersicht Biomarker bei Burnout (kein zuverlässiger Einzelmarker) Lennartsson et al. 2016 – reduzierte vagal vermittelte HRV bei Erschöpfungssyndrom Maslach – drei Burnout-Dimensionen; WHO ICD-11 (Berufsphänomen) Freudenberger & North – 12 Stadien (nicht validiertes Modell) Dexamethason-Suppression: Hypercortisolismus (melancholische Depression) vs. Hypocortisolismus (Erschöpfungssyndrom)
Transkript anzeigen
00:00:04: Willkommen bei Acht Sam Ballern, dem Podcast für Energie, Fokus und Motivation.
00:00:09: Ich bin Anne-Marie Trenschel Psychotherapeutin und gemeinsam mit ExpertInnen aus Longevity Medizin und Unternehmertum schauen wir darauf was uns echte Motivationsnachhaltige Leistungsfähigkeit und einen motivierten Schreib gibt!
00:00:27: Die häufigste Frage die mir Unternehmer stellen geht es noch oder ist das schon Burnout?
00:00:33: Ehrlich, wer stellt sich die Frage nicht mindestens einmal im Leben?
00:00:37: Heute geht es um den türkischen Verlauf dieser Stressfolgeerkrankungen.
00:00:41: Wann Stress noch normal ist, also normaler akuter Stress, wann er chronisch wird und eben wann es zum Problemen wird und wann zum Burnout.
00:00:50: Und wie du erkennen kannst wo du stehst auf dieser Skala als Traumatherepoite nehme ich natürlich noch den Trauma Begriff mit rein beziehungsweise denen der Prägung weil er bei Stress- und Nervensysteme eine Rolle spielt.
00:01:03: Insgesamt sehe ich in der Praxis die Frage, ob es schon Burnout ist oder noch okay ist.
00:01:08: Fast immer zu spät gestellt wird.
00:01:10: Man stellt sie ja nicht, wenn es noch einem halbwegs gut geht.
00:01:13: Sondern man stellt sie, wenn die Kompensation anfängt zu bröckeln.
00:01:18: Dann sitzen hier Leute bei mir und wollen einen Ja- oder Nein-Burnout oder Nicht-Burnt out als gibt's da einen Schalter.
00:01:25: Also gestern noch gestresst heute schon ausgebrannt.
00:01:29: Und so funktioniert das natürlich nicht.
00:01:31: Was es gibt, ist ein Verlauf über Jahre mit Punkten an denen etwas kippt.
00:01:36: Biologisch ist das auch nachvollziehbar messbar und ich nehme dich einmal die komplette Skala entlang von der Kindheit über sozusagen die Prägung, dann später akuten Stress, chronischen Stresserschöpfungen bis zum Burnout und auch zur Erschöpfungsdepression.
00:01:53: Egal wo du gerade stehst, du wirst dich irgendwo wiederfinden.
00:01:56: Ich will letztendlich dass du ... Nach der Folge weist, an welchem Punkt du bist.
00:01:59: Und damit es greifbar wird, erzähle ich das Ganze an einen Menschen, der heißt Max und Max ist ausgedacht irgendwo aber auch irgendwie zusammengesetzt aus vielen echten Menschen die bei mir gesessen haben.
00:02:11: Wenn du dich an mehreren Stellen wiedererkennst dann ja es ist letztendlich keine Überraschung sondern es ist ein Muster immer häufig in ähnlicher Weise.
00:02:19: Natürlich ist es sehr individuell und die Vorläufe sind sehr individuelle, darauf möchte ich noch mal hinweisen.
00:02:24: Es gibt natürlich kein Muster, keine Schablone aber es gibt letztendlich Signale, die ähnlich verlaufen.
00:02:31: Fangen wir mit Max an der Wächst in einer Unternehmerfamilie auf.
00:02:34: Der Vater baut in den neunzigande Firma auf.
00:02:38: Es läuft, dass das anstrengend.
00:02:39: zu Hause wird über Zahlen geredert, Überaufträge Und es gibt natürlich auch für Max Anerkennung aber eher gekoppelt an Ergebnisse.
00:02:47: Für die zwei in Mathe, den Sieg im Tennis und das ist gar nicht böse gemeint der Vater liebt sein Sohn, er hat das selber nicht anders gelernt.
00:02:55: Aber ein Kind zieht daraus eine sehr simple Schlussfolgerung Ich bin okay wenn ich lief habe Gar nicht unbedingt bewusst sondern die Regel wird irgendwo unbewusst eingespeichert und nach ihr arbeitet dann das ganze System.
00:03:09: Eine Lebensregel sozusagen.
00:03:10: Und dann sechste Klasse.
00:03:12: Max wird vielleicht noch zusätzlich gemobbt, also auch nichts Traumatisches aber er wird vielleicht ausgeschlossen, sitzt zwei Jahre lang alleine, keiner will neben ihm sitzen.
00:03:20: Keine Gewalt keine Katastrophe einfach zwei jahrelang täglich das Gefühl irgendwo nicht dazuzugehören.
00:03:26: wenn max heute noch davon erzählt dann sagt er sowas wie ach naja es war halt Schule und Menschen relativieren so etwas fast immer Fachsprache.
00:03:36: heißt diese Art Erlebnis, die er erlebt hat dann Small-T Trauma.
00:03:40: Also im Unterschied zum Big-T-Trauma also Unfall-, Gewalt-, Lebensgefahr heißt Small-t nicht unbedingt lebensbetrolich aber wiederholt ungelöst und in einer Phase passierend, in der das Nervensystem noch kalibriert wird indem bestimmte Entwicklungsstufen noch gemeistert werden müssen und indem eine Person, in dem Fall natürlich ein Kind noch gar nicht die Ressourcen hat entsprechend einzusortieren und zu verarbeiten.
00:04:07: Dieses Kalibrieren ist eben der Punkt, also die HPA-Achse, das ist die Stressachse aus Hypothalamus, Hypophüse und Nebennienrinde, die am Ende des Cortisol auch ausschüttet, also unser Stresshomon stellt sich in der Kindheit und in der Jugend auf die Umwelt ein, die sie vorfindet.
00:04:23: Und ist die Umwelt sehr fordernd oder ist Zugehörigkeit unsicher?
00:04:27: Hängt Wert an Leistung dann wird das System irgendwo empfindlicher.
00:04:31: Je häufiger wir gestresst werden und je intensiver, desto empfindlicher wird unsere ... Ich sag mal HPA-Achse.
00:04:40: Es geht schneller hoch und kommt langsam wieder runter.
00:04:43: Wir passen uns an!
00:04:45: Und es gibt auch eine ACE-Studie, die Adverse Childhood Experiences Studie.
00:04:50: Die hat letztendlich dieses Dosiswirkungsbeziehung gezeigt.
00:04:55: Je mehr belastende Kindheitserfahrungen wir haben... Das zu höher ist das Risiko für körperliche und psychische Erkrankungen noch Jahrzehnte später.
00:05:03: Also auch körperlich, Herz-Kreislauf, Autoimmunerkrankungen aber auch Depressionen sucht andere Folgen natürlich auch Und bei vier oder mehr von diesen ACEs also Experiences verändern sich die Risiken deutlich.
00:05:18: Es gibt auch andere neuere Studien zum Beispiel einer an Ärzten und Ärztinnen in Pflegepersonal und ich finde einen ähnlichen Dosis Effekt auch für Burnout im Erwachsenenalter.
00:05:28: Also je mehr frühe Belastungen in der Kindheit, desto mehr Burn-Out später bei gleicher beruflicher Last übersetzt.
00:05:37: die Schwelle ab der ein System kippt ist individuell und sie wird ganz früh mitbestimmt.
00:05:43: also vielleicht zwei Menschen, gleiche Firma, gleicher Druck aber einer hält hat eine andere Toleranzgrenze als dann der andere.
00:05:50: das ist auch keine Frage von irgendwie Charakter oder Härte oder was auch immer, sondern von Prägung.
00:05:55: Von Kalibrierung des Nervensystems.
00:05:57: Merkt ihr das?
00:05:58: Weil für Max wird es fünfundzwanzig Jahre später erst relevant und wir kommen dann später darauf zurück.
00:06:03: Genau diese frühen Prägungen, diese früh angelegten Trigger... Das ist der Grund, warum wir auch bei uns im Mental Longevity Club in Hamburg Traumotherapeutische arbeiten.
00:06:12: Diese ganzen kleinen Stressträger feuern jahrzehntelang unbemerkt mit Laugen letztendlich dann auch das Nervensystem aus.
00:06:19: Wir sagen ja auch Trauma manifestiert sich im Körper und der Körper erinnert sich Bei Stressfolgeerkrankungen geht es darum tiefe unverarbeitete Dinge noch zu lösen damit sie nicht weiter Energie ziehen Und nur uns zusätzlich natürlich im Alltag stressen.
00:06:33: Also Max ist jetzt.
00:06:35: Max ist nicht krank.
00:06:36: Im Gegenteil, er ist superleistungsfähig.
00:06:38: Er studiert Job nebenbei und macht vielleicht auch drei Nächte durch für eine Prüfung.
00:06:42: Und es am Wochenende letztendlich trotzdem wiedererholt.
00:06:44: Und er hat Trigger, er hat Prägungen und er hat diese zwei Jahre Mobbing von der wir gesprochen haben in seiner Biografie.
00:06:50: Der hat einen Selbstwert, der an Leistung hängt.
00:06:53: Das ist alles vorhanden aber sein Nervensystem ist halt nicht dysreguliert sondern funktioniert noch.
00:06:57: Und das ist die Unterscheidung um dies geht.
00:06:59: also Prägung hat jeder, Trigger hat jeder Das habe auch ich, das heißt doch du.
00:07:03: Und es allein macht kein System kaputt oder dysreguliert der Nervensystem und bei Max funktioniert eben jetzt noch dieser Wechsel.
00:07:10: Also Sympathikus geht hoch wenn er gefordert wird, wenn er Stress hat und sein Parasympathikum holt ihn danach aber wieder runter.
00:07:16: also der Entspannungsnerv wer sich mit den beiden Systemen Sympatikus-Parasympathicus nicht so auskennt dann gerne mal googeln weil letztendlich dieses ganze Nervenystem das Verständnis darauf basiert.
00:07:27: wir haben ja natürlich andere Folgen wo das erwähnt wird.
00:07:29: Und letztendlich ist es wichtig zu verstehen, in diesem Stadion wo wir akuten normalen Stress haben.
00:07:35: Der ist auch gar nicht schlimm!
00:07:36: Deshalb Stress ist nicht das Problem sondern es funktioniert eben noch weil beide Systeme funktionieren und das System hin- und herschalten kann zwischen Anspannung und Entspannungen.
00:07:47: Das ist auch der Normalfall von Stress.
00:07:49: wenn Max einen wichtigen Termin hat passiert letztendliche Folgendes innerhalb von Sekunden kommt natürlich Adrenalin nur Adrenaline Herzfrequenz geht hoch Aufmerksamkeit wird schmaler und schärfer.
00:07:58: Und wenige Minuten später kommt dann auch das Cortisol dazu, mobilisiert Energie, Glucose ins Blut und damit letztendlich auch Muskeln und Gehirn arbeiten können.
00:08:06: Der entscheidende Teil kommt eben danach – es geht wieder runter!
00:08:09: Also das Cortisol meidet dem Gehirnen dass genug ist der Sympathikus übernimmt die Herzfrequenz geht wieder herunter die Reparaturprozesse kann sozusagen anfangen zu laufen wie erholen und letztendlig Belastung plus Erholung ergibt Anpassungen Genau wie du es letztendlich im Gym auch kennst, also der Reiz alleine macht dich ja nicht stärker.
00:08:27: Sondern Reiz plus Regeneration macht dich stärker.
00:08:31: und unter den zweiten Teil ist Training letztendlicher auch eher nur eine Zerstörung auf muskulärer Ebene und führt nicht zur Verbesserung.
00:08:39: Und woran Max letztendliche erkennt dass sein System noch okay ist.
00:08:44: nach einem harten Pitch zum Beispiel fährt er innerhalb von Stunden runter Er schläft ein, durch ein freies Wochenende wirkt eben noch.
00:08:53: Und am Sonntagabend nach einem erholteren Wochenende ist er wieder erholt oder nach einem Urlaub.
00:08:58: Der würde auch nicht im Urlaub krank.
00:09:00: Das ist letztendlich akuter Stress bei vorhandener Regulationsfähigkeit.
00:09:04: So würden wir das kategorisieren und würden es in den Messungen auch letztendlig so ein Stück weit sehen dass zwar vielleicht akuter stress da ist aber die Regulationsfähigkeit ist vorhanden und der Körper kann wieder umschalten.
00:09:16: Wir haben sozusagen die Begriffe Prägung, Trauma letztendlich als Grundlage gehabt.
00:09:21: Wir waren beim akuten Stress ist alles noch grob in Ordnung und jetzt sind wir weiter fortgeschritten und Max ist jetzt siebenundzwanzig vielleicht jetzt dreißig sagen wir mal die erste eigene Firma Mitarbeiter Verantwortung Und er ist gut in dem was er macht und spätestens jetzt greift aber die Regel noch stärker aus der Kindheit.
00:09:40: Ich bin okay wenn ich lief habe und das ist der Motor Leistungen reguliert letztendliche sein Selbstwert.
00:09:45: Ein guter Abschluss beruhigt ihn vielleicht dann für maximal drei Tage, aber dann braucht es den Nächsten.
00:09:51: Und letztendlich ist das auch dieser Mangeldrive von dem ich in einer vorherigen Folge schon mal gesprochen habe.
00:09:56: Könnt ihr gerne da noch mal nachsehen?
00:09:58: Ein Antrieb der nicht aus Klarheit kommt, sondern daraus das Stillstand sich gefährlich anfühlt.
00:10:03: Sein Leben geht jetzt in eine Richtung höher schneller weiter und das weil sein System die Überleistung letztendlichen sich reguliert sich auch Umgebungen sucht, in denen es leisten kann.
00:10:16: Wenn ich diesen Glaubenssatz trage, werde ich tendenziell mich in Lebenssituationen wiederfinden, in der viel Leistung gefordert ist.
00:10:23: Wirkeholism.
00:10:25: Das heißt nicht nur viel arbeiten.
00:10:27: Es gibt Menschen, die fünfzehn Stunden die Woche arbeiten und ein intaktes Nervensystem haben, weil sie danach abschalten können.
00:10:34: Wirkerholism ist eben nicht viel arbeiten, das wäre erst mal nur viel Arbeiten, sondern wirkeholismus ist nicht aufhören können, obwohl es schadet.
00:10:41: die Unruhe letztendlich entsteht, wenn wir Pause machen.
00:10:44: Der Sonntagnachmittag, an dem du abschalten könntest, aber es geht irgendwie nicht.
00:10:48: Es ist eine Art Verhaltenssucht, den inneren Zustand reguliert.
00:10:52: Der relevante Unterschied ist nicht die Stundenzahl sondern ob du danach wieder in die Regulation kommst oder sich Pause letztendlig unruhig falsch unsicher anfühlt weil ich muss ja eigentlich leisten.
00:11:05: und genau diese Regulation kommt bei Max jetzt nicht mehr vor.
00:11:11: Aus akutem Stress wird jetzt chronischer Stress.
00:11:13: Der Körper hört auf, zwischen Alarm und Ruhe zu wechseln und stellt sich auf Dauerbetrieb ein.
00:11:19: Also erst mal gedacht ganz klug vom Körper, gucken wir uns aber an was da letztendlich damit passiert dadurch dass der Körper diesen Schalter umlegt.
00:11:28: Erstmal merkt Max es vielleicht an Kleinigkeiten, schläft vielleicht gut ein, aber um drei Uhr ist er wach und dann läuft das Karussell to do's dem Mitarbeiter der nicht so gut liefert oder irgendeine E-Mail von gestern.
00:11:40: Und morgens merkt er vielleicht auch sein Herz.
00:11:44: Der Nacken ist hart, Kiefer auch ... Die Zahne.
00:11:47: erst dann fragt, ob er nachts knischt?
00:11:49: Er wird reizbar und zwar nicht im Büro, sondern wenn er nach Hause kommt.
00:11:53: Das System hält bis Feierabend durch und fällt genau dort ab, wo es sich sicher führt.
00:11:58: Deshalb kriegt die Familie zuhause alles ab.
00:12:01: Er braucht vielleicht auch Werkzeuge zum Abschalten, weil abschalten nicht mehr von sich aus funktioniert.
00:12:07: Vielleicht sind das zwei Bier oder ... Irgendeine Serie schauen und er wird öfter krank.
00:12:11: Vielleicht immer dann, wenn gerade Ruhe kommt?
00:12:15: Also der berühmte Infekt im ersten Urlaubstag.
00:12:17: Jetzt das Wichtigste an dieser Phase und deswegen wird sie fast immer übersehen.
00:12:21: Max ist hier voll leistungsfähig.
00:12:24: Das sind seine vielleicht sogar besten Jahre in Zahlen gesehen Und die Firma wächst.
00:12:28: und fragst du ihn wie es ihm geht sagt er wahrscheinlich ja stressig aber auch gut und es stimmt sogar aus seiner Sicht.
00:12:35: Aber was macht seinen Cortisol zum Beispiel dabei?
00:12:38: Cotysol ist kein reines Stresshormon, sondern auch ein Rhythmus-Hormon.
00:12:43: Sein Job ist es, dich morgens an den Tag zu bringen und abends wieder rauszulassen.
00:12:47: Und nachts ist das am niedrigsten.
00:12:49: gegen vier Uhr steigt es morgens.
00:12:52: In den ersten dreißig bis fünfzig Minuten nach dem Aufwachen kommt die cortisol awakening response, also starker Anstieg.
00:13:01: Das ist sozusagen der Startknopf.
00:13:03: Danach fällt es über den Tag wieder ab.
00:13:05: Es pusht dich in den Tag ... dass du leistungsfähig bist, und danach soll es wieder sich senken.
00:13:11: Und das niedrige Abendkotysoul ist letztendlich auch die Voraussetzung dafür, dass Melatonin gut arbeiten kann also wie auch dann in den Schlaf finden können.
00:13:19: Bei Max liegt die Kurve jetzt insgesamt höher und vor allem fällt sie eben abends nicht mehr richtig ab.
00:13:25: Deswegen kennt ihr das Gefühl, dass fast alle Unternehmer auch irgendwo kennen Phasenweise müde und wach gleichzeitig zu sein Und der Körper ist letztlich irgendwie am Ende, aber das System lässt noch nicht los.
00:13:38: Es läuft noch und warum hat Max dann nach zwei Jahren noch keinen Burnout?
00:13:44: Letztendlich weil das System es noch super kompensiert und zwar richtig gut.
00:13:48: Das verstellt die Säulwerte also Kottisol hoch, Blutdruck hoch hält die Funktion über Jahre so aufrecht.
00:13:56: Und das Fiese daran ist wenn chronischer Stress sofort wehtun würde würden die Menschen ja auch aufhören.
00:14:00: Aber das tut letztendlich zuerst nicht weh Der macht dich sogar manchmal noch produktiver.
00:14:07: Und genau hier lohnt es sich, eben schon zu messen.
00:14:11: Deshalb bei uns im Ente-Longevity Club sehen wir auch die vierundzwanzig Stunden HRV uns an – also wir messen mit den Kunden, die stressgeplagt sind und sehen letztendlich die Dysregulation lange bevor sie spürbar schon wird.
00:14:27: Das ist letztendlichen auch genau der Punkt wo wir ansetzen sollten.
00:14:30: Das heißt eine sehr präventive Messung, präzentives Vorgehen.
00:14:33: aber Das ist genau der Punkt, wo wir reingehen sollten.
00:14:36: Nicht im Burnout, weil wir den Point-of-No-Return haben, in dem wir viel schwerer zurückkommen.
00:14:42: Jetzt springen wir mal.
00:14:42: Max ist sechsunddreißig.
00:14:45: Also fünf, sechs Jahre weiter und was sich verändert hat, ist die Qualität.
00:14:49: Vorher bin ich gestresst und jetzt komme nicht mehr hoch von unter Strom zu wenig Strom.
00:14:57: Er wartet es vielleicht auf und der Startknopf ist aber weg.
00:14:59: Vielleicht auch nicht müde, sondern wie über Farm?
00:15:04: Interessanterweise wird es aber abends besser.
00:15:06: Gegen einundzwanzig Uhr funktioniert's noch besser als morgens, kann aber auch seines der ganze Tag geschöpft werden.
00:15:12: Der Teil, den ich für wichtig halte ist nicht mehr zu hoch.
00:15:16: Er ist vielleicht sogar zu niedrig und Max war beim Arzt und er hat den Wert gemessen.
00:15:22: Ich erhöhte eher etwas an die Trüge, also kein Stress!
00:15:26: Falsch, denn die Stressantwort dreht sich einfach um... Das ist auch wichtig zu wissen.
00:15:32: Vor allem die morgendliche Aufwachreaktion, die flacht ab.
00:15:35: bei manchen ist sie kaum noch messbar und das Gehirn wird empfindlich für Cortisol und drosselt die Achse früher.
00:15:42: Die Nebenniere antwortet eben auch schwächer und die Steuerung selbst ermüdelt so kann man sich das vorstellen.
00:15:47: Und die Nebennierei ist nicht irgendwie leer, weil das manchmal so dargestellt wurde, Nebennienschwäche.
00:15:53: Es ist eher eine Regulationsänderung.
00:15:56: also das System hat entschieden runterzuregeln.
00:15:58: Der Motor ist also nicht kaputt.
00:15:59: Der Drehzahlbegrenzer wurde eher runtergesetzt von jemanden, der findet es die Drehzahl eben seit Jahren so hoch war und dieser Jemand ist natürlich dein eigenes Gehirn was da ja auch gar nicht so doof ist.
00:16:11: aber das hat Folgen im ganzen Körper.
00:16:13: den Kotosol bremst auch Entzündungen Und fällt diese Bremse weg steigen dann wiederum Entzundungsmarker.
00:16:19: entzündung macht müde lederschmerzen vielleicht kognitiv langsam und deswegen fühlt sich diese Phase für viele an wie ein Infekt der nicht aufhört Und Schlaf wird nicht mehr erholsam.
00:16:29: Du kannst auch acht Stunden schlafen, aber ohne Parasympathikus ... Weil der ist an diesem Punkt schon sehr abgerockt.
00:16:37: Der funktioniert nicht mehr so gut und wir schalten nicht mehr in die Regeneration.
00:16:41: Und ohne Parasympathicus wird eben auch acht Std.
00:16:43: Schlaf nicht wirklich erholsam.
00:16:45: Also kognitiv wird's auch sichtbar.
00:16:47: Natürlich insgesamt, aber auch Schlafmangel kommt danach dazu.
00:16:50: Vielleicht zucht Max jetzt Wörter dir ... Irgendwie eigentlich immer drauf hatte, aber er liest vielleicht auch eine Mehl dreimal.
00:16:56: Also die Konzentration wird niedriger.
00:16:59: Libiduch fällt natürlich weg weil Fortpflanzung physiologisch logischerweise das erste ist was ein System abschaltet wenn es ums überleben geht und so ist unser Nervensystem ja noch kalibriert.
00:17:10: Wenn der Tiger kommt schaltet es letztendlich in dem Moment unwichtigen Vorgänge ab fort.
00:17:15: Pflanzungsverdarungen sind einer durch die ersten Dinge die wegfallen.
00:17:19: Deshalb wir natürlich auch im Verlauf Themen der Verdauung bekommen.
00:17:22: Und jetzt das Zeichen, dass ich auch sehr stark achte in der Praxis Belastungsintoleranz.
00:17:27: Max geht vielleicht ins Gym weil er weiß, dass Sport irgendwo gut ist und danach geht es ihm aber nicht besser sondern schlechter oder auch letztendlich Leistungen im kognitiven Bereich führt nicht mehr dazu, dass danach vielleicht irgendwo auch so ein positives Gefühl da ist was geschafft zu haben, sondern es laugt komplett aus.
00:17:44: also die Anpassungslogik ist gekippt.
00:17:46: Belastung führt nicht mehr zur Anpassung, sondern zu Verlust.
00:17:49: Wer das eben nicht weiß macht ihm genau das falsche.
00:17:52: Mehr Disziplin, härteres Training, kälteres Wasser und gräbt sich letztendlich tiefer rein.
00:17:58: Weil das System immer mehr ausgelaut wird die Batterie immer weniger würde weil was soll sie wieder aufladen?
00:18:04: Und noch einen Warnhenweis zum Thema Kortisulmessungen.
00:18:07: wenn du in dieser Phase von zu viel zu zu niedrig Kortisol ein Tagesprofil machst solltest du übrigens eher ein Tagesprofil machen, als den Morgenwert zu messen.
00:18:18: Weil wir wollen die Kurve sehen und dieses Tagesprofilm.
00:18:21: wenn du es genau in der Übergangsphase machst dann kannst du vielleicht einen völlig normalen Befund bekommen weil dein System eben gerade von noch zu hoch zu nach zu niedrig wechselt.
00:18:31: Und aussagekräftig ist die Regulationsfähigkeit eher selbst und die misst man besser über die Herzraten.
00:18:38: Variabilität gibt bei uns die vierzehnzehnte hrv habe ich ja schon drüber gesprochen Und jetzt haben Studien gezeigt, dass Menschen mit einem Erschöpfungssyntom deutlich reduzierte Vagalvermittel der HRV haben.
00:18:52: Über vierundzwanzig Stunden gemessen sieht man dann eben auch ob der Parasympathikus überhaupt noch da ist oder ob er in Pausen kommt, aber noch anwesend ist und ob du überhaupt noch regenerieren kannst.
00:19:04: Somit können wir den Unterschied sehen wo sind wir im akuten Stress?
00:19:07: Wo sind wir am chronischen Stress?
00:19:11: Natürlich gibt's keinen Punkt, wo es jetzt beginnt.
00:19:13: Aber wir können sehen, wo ungefähr auf der Skala befinden wir uns denn?
00:19:17: Und kurz noch zu den Überlebensmodi bei Max ja jetzt darin lebt neben Kampf und Flucht also dem lauten Sympathikus.
00:19:24: Also wenn der Tiger kommt, gibt das auch noch den Shutdown.
00:19:27: Die Notbremse, wenn Kampf und flucht nicht mehr funktionieren ist dann eher diese Immobilisierung Taubheit des Gefühls hinter Glas zu sitzen und so ein Freezezustand Und das verwechseln wir dann häufig mit klassischer Depression.
00:19:40: Beziehungsweise hat es natürlich eine große Überschneidung.
00:19:43: Max ist nun in einer Mischung, also vielleicht morgens eher im Shutdown und abends eher Sympathikus, Fight or Flight?
00:19:50: Viele sagen ich bin vielleicht einfach unmotiviert geworden und viele versuchen das auch mit Disziplin zu reparieren.
00:19:55: aber Disziplin ist ja irgendwo genau das was sie dahingebracht hat.
00:19:59: Also jetzt ist er da der Burnout.
00:20:02: Jetzt is nicht nur der Parasympathicus schwach sondern auch der Sympathikus, der Leistungsnerv sozusagen.
00:20:09: Also die Leistungsfähigkeit bricht ein.
00:20:12: Das ist eben das Kennzeichen... Ein-Kennzeichen wo wir sehen okay jetzt sind wir nicht mehr im Stress und sind wirklich in Burnout.
00:20:20: Die Person ist nicht mehr leistungsfähig.
00:20:22: Sie tankt nicht mehr auf und bei Aktivierung verliert sie noch mehr Energie.
00:20:25: Und das ist eine Abwärtsspirale.
00:20:28: Genau jetzt kommt dieser Begriff Point of No Return rein weil In dem Moment wo dieses Werkzeug, deine Batterie aufzuladen, gar nicht mehr funktioniert.
00:20:38: Denn Ladekabel kaputt ist!
00:20:40: Wie willst du aufladen?
00:20:41: Dann kann ich noch sagen hey mach doch mal zwei Wochen Urlaub in diesen zwei Wochen wirst du dich so schnell aufladern.
00:20:47: was wir häufig auch sehen ist ein gewisser Zynismus.
00:20:49: also diagnostisch gesehen auch ein interessanter Teil.
00:20:52: Menschen reden anders über vielleicht ihre Kunden über die andere Mitmenschen und andere sagen Vielleicht ist irgendwie kalt geworden oder gleichgültig Und das letztendlich auch eine Schutzfunktion.
00:21:04: Also wenn Empathie zu teuer wird, schaltet das System sie ab.
00:21:08: Empathiekostet Energie und die ist gerade einfach nicht da.
00:21:12: Das heißt, wenn ein Unternehmer bei mir sitzt und über seine Leute redet wie ja über Werkzeuge und sehr gleichgültig dann ist es letztendlich auch ein Alarmsignal.
00:21:22: Wir haben gesagt, die Cortisolkoffe ist jetzt flach Die Aufwachreaktion nicht mehr so gut dar.
00:21:26: Die HRV ist niedrig Und im Burnout liefert der Sympathikus einfach auch nicht mehr.
00:21:31: Das heisst Nicht mehr hochfahren aber auch nicht mehr runterkommen.
00:21:35: Und deswegen ist Burnout kategorial etwas anderes als alles, was wir davor hatten.
00:21:42: In der Stressphase konnte er noch ballern – vielleicht ungesund – und die Leistungsfähigkeit, die ja eigentlich sein ganzer Selbstwert war, ist nun weg.
00:21:55: Wir alle können uns vorstellen, was das psychologisch bedeutet.
00:21:58: Das System mit dem er seinen Leben lang reguliert hat fällt aus Und er hat keinen Plan B. Er hat ja auch nie einen gebraucht, aber jetzt ist an einem Punkt wo Selbstwert auf keiner Stütze mehr steht und dass das natürlich dem gesamten Prozess nicht förderlich ist können wir uns vorstellen.
00:22:15: und wichtig auch zu wissen ziemlich am Ende von verschiedenen Stadien des Burnouts also davon erstmal so zwang sich beweisen zu wollen über das Vernachlässigen von Bedürfnisse bis hin zur innerer Lehre und Depression Ganz am Ende der Zusammenbruch ist es wichtig zu verstehen, dass ganz am Ende eben auch eine Depression oder eine Erschöpfungssdepression steht.
00:22:39: Und hier wird das Diagnostisch natürlich sehr anspruchsvoll aber wichtig!
00:22:43: Die Erschüpfungsdepression unterscheide ich gerne von einer klassischen normalen Depression.
00:22:48: also die Erschöffungsdepression hat ja einen klareren Auslöser nämlich die chronische Überlastung über Jahre Also ein dysreguliertes Nervensystem Der Burnout selbst letztendlich.
00:23:00: Bei einer klassischen melancholischen Depression ist es ein bisschen anders.
00:23:03: Die Kernsymptome überschneiden sich zu einem großen Teil, aber die Ursache ist ja eine andere und biologisch sehen wir auch da verschiedene Prozesse, die im Körper angehen.
00:23:13: Und genau deshalb ist es wichtig weil die Konsequenz nicht unterscheidet.
00:23:17: also Erschöpfung braucht Entlastung- und Regulationsaufbau.
00:23:23: Eine klassische Depression braucht unter Umständen genau das Gegenteil Aktivierung Struktur Also mehr tun, wirklich dranbleiben.
00:23:31: Weiterarbeiten gehen wenn möglich um die Struktur zu halten gegebenenfalls eben auch Medikamentösebehandlung und wenn du das verwechselst machst du es schlimmer.
00:23:40: also schickst du den erschöpften Menschen ins harte Training dann verstärkst du die Dysregulation.
00:23:45: aber schicksul zum Beispiel einen depressive menschen in die ruhe dann könnte er weiter versinken und deshalb ist eben so wichtig dass man sich früh genug irgendwo hinwendet und eine gute Diagnostik macht.
00:23:56: Wie machen wir das bei uns im Mental Longevity Club in Hamburg?
00:23:58: Der erste Schritt ist bei uns immer eine Vierundzwiesigstunden HRV-Messung, also dann auch eine medizinische Messung nicht irgendwie mit der Apple Watch oder so.
00:24:05: Das ist nur bedingt sinnvoll und du führst letztendlich da auch ein Aktivitätsprotokoll.
00:24:11: Wann hast du gearbeitet, wann geschlafen?
00:24:14: Dann sehen wir eben okay wo stehen wir denn gerade?
00:24:16: Ist Parasompatikus noch anwesend ist die Performance noch da, machen natürlich auch eine Erhebung also an einem Neseverlauf.
00:24:24: Vielleicht bringst du Cortisol-Werte mit was auch immer?
00:24:26: Also hast du da schon eine Differenzialdiagnostik gemacht und somatische Marke, die mit angeschaut... Und wir schauen eben okay wo befinden wir uns?
00:24:35: Eherbereich Burnout, Nervensystem, Disregulation, Akute Stress, Depression und ne Beobachtung aus der Praxis.
00:24:43: Wer zu mir kommt weil er Burnout vermutet viel weiter als er denkt.
00:24:49: Die Vermutung entsteht eben erst, wenn die Kompensation zusammenbricht?
00:24:53: Ich hatte Kunden bitte dreißig bei denen kaum noch parasympathische Aktivität messbar war und es ist total erschreckend.
00:24:59: aber das passiert nicht innerhalb der letzten drei vier Jahre.
00:25:02: Und es gibt einen Punkt an dem du sehr schwer zurück kommst.
00:25:05: Deshalb ist es eben super wichtig sich Zeit nach Hilfe zu holen früher zum Messen und nicht erst dann, wenn's weh tut.
00:25:12: Und aus der Messung und den ganzen Diagnostik leiten wir dann eben Indikation ab.
00:25:15: Also nicht jeder braucht Therapie, manche brauchen ihren hat Coaching, Struktur.
00:25:20: Andere brauchen therapeutische Arbeit, weil es auch tiefer liegt.
00:25:23: und da kommt natürlich Max zurück ins Spiel.
00:25:25: Ich benutze dafür immer das Bild von einem Druckkessel.
00:25:28: Meine Oma hatte einen Art Schnellkochtopf, der sah aus wie eine Kuh.
00:25:32: Und er kommt auf die Platte, das Wasser kocht und oben züchternt ein Ventil.
00:25:37: Du kannst am Ventil arbeiten.
00:25:38: Atemübungen, Pausen, Sport, Urlaub ... Also was kannst du tun um den Druck rauszulassen?
00:25:44: Das ist auch alles richtig und das machen die meisten Coaches.
00:25:47: Arbeit am Symptom, aber wenn es von unten immer wieder hochkocht, ist irgendwann die interessante Frage – warum kocht es eigentlich immer wieder hoch?
00:25:56: Und kann ich es nicht da ausstellen wo's herkommt?
00:25:59: Und bei Max kocht er es weil da noch was liegt!
00:26:02: Die Regel aus der Kindheit, die zwei Jahre in denen er vielleicht nicht dazugehört hat, dass is im Nervensystem abgespeichert jeden Tag als Grundanspannung mitfeuernend Und deswegen ist bei ihm jede Präsentation ein bisschen mehr als eine Präsensation.
00:26:17: Jedes Feedback, bisschen mehr es das und es geht durch keine Atemübung weg logischerweise.
00:26:23: Und genau dafür ist die Traumatherapie eben auch da von der ich am Anfang sprach.
00:26:27: also tiefe Methoden eben der ERRT Arbeit mit dem inneren Kind Die inneren Alarme rausnehmen die dein System jeden Tag mit Feuer ohne dass du's merkst.
00:26:39: Also Das ist Nervensystem-Regulation auf Ursachebene, was ganz anderes als eine Atemübung.
00:26:46: Warum wir nicht nur reden sollten und auch den Körper adressieren sollten?
00:26:50: Und vor allem in meinem Bereich.
00:26:52: Unternehmer sind fast immer extrem kopflastig!
00:26:55: Sie haben vielleicht alle Bücher gelesen, die hatten schon mehrere Coaches.
00:26:58: Die können dir ihre Muster in drei Sätzen erklären.
00:27:00: aber das ändert nichts weil Stress nicht im Verstehen sitzt.
00:27:04: Es sitzt nicht im Kopf, es sitzt im Körper, im Zwerchfell.
00:27:07: Das vielleicht seit Jahren nicht mehr voll durchatmet, im Kiefer in den Artenmustern, die entstehen weil jemand sehr wachsam ist.
00:27:14: Und deshalb arbeiten wir eben auch körperbasiert zum Gespräch dazu.
00:27:18: Also körperpsychotherapeutisch somatische Verfahren.
00:27:21: Das ist alles super wichtig und auch ein Presswork-Fan.
00:27:23: Da kommen wir ein Stück besser an der kognitiven Kontrolle vorbei.
00:27:27: Deswegen bricht es bei manchen in vierzig Minuten somatischer Arbeit mehr durch als in zehn Sessions reden.
00:27:35: Das ist auch nicht esoterisch, sondern das ist einfach erklärbare Physiologie.
00:27:39: Aber natürlich wichtig zu sagen, auch solche Methoden wie Prath-Works sind keine Satz für Therapie und können vor allem bei traumatischer Vorbelastung nach hinten losgehen.
00:27:48: Es gehört alles in fachkundige Hände vielleicht auch bestenfalls an einen Ort.
00:27:53: Und ja, fassen wir zusammen!
00:27:55: Wir haben gesagt Akute Stress ist gesund, dein System geht hoch kommt runter, ein Wochenende funktioniert.
00:28:00: aber im Sinne von wir regenerieren.
00:28:02: Chronischer Stress.
00:28:03: Coutisol liegt höher fällt abends nicht mehr richtig ab.
00:28:06: Du bist müde, wach gleichzeitig.
00:28:08: Voll leistungsfähig?
00:28:10: Deshalb merkst du es nicht!
00:28:12: Erschöpfung skippt die HP-Achse wird runterreguliert Die Aufwachreaktion flacht ab, die Belastbarkeit sinkt und das ist der Punkt an dem mehr Disziplinen die nichts mehr bringt.
00:28:23: Und Burnouts sind wir letztendlich in der klassischen Erschöfffung plus den Zynismus also der Gleichgültigkeit plus Leistungseinbruch niedriger HRV am Ende eben auch die Erschäpfungsdepression.
00:28:35: Du solltest dich eben bei diesen ganzen Dingen auch nicht auf deine Selbstinterpretation verlassen.
00:28:41: Denn die Selbstwahrnehmung ist ja genau das, was schon länger nicht mehr so gut funktioniert.
00:28:46: und deshalb machen wir bei uns im Mental Uncevity Club in Hamburg auch Burnout- und Stressdiagnostik also die Messungen, die Befundung, die Einordnung daraus eben die Frage was du brauchst holistisch gesehen weil es halt super wichtig bei Stress, bei Prägung, bei diesen ganz tiefen Arbeiten.
00:29:03: Das heißt, wenn du in Hamburg bist oder sowieso mal vorbeikommst schreib doch einfach und wir können auch die Stressmessung bei uns vor Ort machen.
00:29:10: Ich finde ich das sollten Hausärzte anbieten.
00:29:14: aber wir alle wissen, dass Prävention jetzt nicht so unsere Stärke hier ist.
00:29:19: Deshalb ist es wichtig, dass man sich da letztendlich auch selber drum kümmert.
00:29:22: Dass man gerade bei Stress früher handelt bevor's wehtut.
00:29:28: Zum Schluss der Satz vielleicht um den es letztendly auch die ganze Folge ging Achtsam-Ballern heißt ja nicht unbedingt weniger Ballern, sondern es heißt zu wissen aus welchem Zustand heraus und wann du in die Regeneration gehen solltest und ob die noch funktioniert.
00:29:44: Also achtsam ballern heißt letztendlich auch okay let's go wir ballern sind leistungsfähig aber wir müssen uns eben auch darum kümmern dass wir auf der anderen Seite eben noch regenerieren und vor allem im den jahren in denen alles noch gut aussieht handeln.
00:29:59: Wenn du jetzt auf der Suche nach einer Diagnostik bist oder dir nicht sicher bist, es ist vielleicht etwas was für dich wichtig wäre.
00:30:06: Dann findest du meinen Linken Profil verlinkt in den Show Notes aber du findest uns auch bei Doktor Lip und natürlich über die klassische Google-Suche.
00:30:16: Wir freuen uns wenn du mal im Mental Longevity Club vorbei schaust.
00:30:20: Es ist letztendlich uns super wichtig dass Leute den Weg zu uns sehr früher finden als zu spät.
00:30:28: Dann sehen wir uns vielleicht vor Ort oder lasst mir gerne Nachrichten, wenn ihr die noch um sich haut.
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