#12 Lebendigkeit

Shownotes

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Es gibt einen Satz, den ich in meiner Praxis und im Mental Longevity Club öfter höre als jeden anderen: „Eigentlich ist alles okay." Gesagt in einem Tonfall, der genau das Gegenteil transportiert. In dieser Solo-Folge geht es um das Phänomen dahinter – um Lebendigkeit, warum so viele Menschen sie verlieren und wie sie zurückkommt.

Darum geht's in der Folge:

Was Lebendigkeit wirklich ist Lebendigkeit ist nicht gute Laune, nicht Energie, nicht Produktivität. Lebendigkeit ist Bandbreite: Wie viele verschiedene innere Zustände erreichen dich in einer Woche – und wie stark? Das Gegenteil ist kein Leiden, sondern ein sehr schmaler Streifen, in dem sich alles zwischen einer Vier und einer Sechs bewegt.

Emodiversität als Gesundheitsfaktor Die Forschungsgruppe um Jordi Quoidbach (2014) hat den Shannon-Index aus der Ökologie – normalerweise ein Maß für Artenvielfalt – auf das Gefühlsleben übertragen. Ergebnis bei über 35.000 Teilnehmenden: Menschen mit größerer emotionaler Bandbreite hatten weniger depressive Symptome, gingen seltener zum Arzt, brauchten weniger Medikamente. Und zwar unabhängig davon, wie gut es ihnen im Durchschnitt ging. Die Effektstärken liegen in derselben Größenordnung wie die von Sport und Ernährung auf dieselben Gesundheitsmaße.

Der Preis der Selbstbeherrschung Gross und Levenson (1997) haben untersucht, was passiert, wenn Menschen ihren emotionalen Ausdruck unterdrücken. Beim traurigen Film blieb das innere Erleben unverändert – die Traurigkeit war komplett da, nur unsichtbar. Beim lustigen Film sank die erlebte Freude messbar. Und in beiden Fällen fuhr der Körper hoch: mehr Sympathikus-Aktivierung bei weniger sichtbarer Reaktion. Die Strategie, mit der du deine schweren Gefühle managst, verkleinert nicht die Angst. Sie verkleinert die Freude.

Das Bild vom Kompressor Im Tonstudio drückt ein Kompressor die lauten Spitzen runter, damit nichts übersteuert. Zu hart eingestellt klingt die Aufnahme sauber und laut – und berührt niemanden mehr, weil die Dynamik fehlt. Genau das passiert über Jahre mit dem eigenen Gefühlsleben.

Der Teil, den andere mitbezahlen Butler und Kollegen (2003) haben gezeigt: Unterdrückung stört die Kommunikation und treibt den Blutdruck der Gesprächspartnerin nach oben – nicht den eigenen. Gleichzeitig sinkt das Gefühl von Verbundenheit. Das erklärt, warum sehr regulierte Menschen sich in ihren engsten Beziehungen oft einsam fühlen, obwohl sie nicht allein sind.

Es kommt auch weniger rein Bogdan und Pizzagalli (2006) haben mit der Probabilistic Reward Task gemessen, wie gut das Gehirn aus Belohnung lernt – eine Basisfunktion, die unter der Wahrnehmungsschwelle läuft. Unter akutem Stress bildet sich diese Lernkurve deutlich schwächer aus; gesunde Menschen zeigten ein Muster, das dem depressiver Menschen ähnelt. Übersetzt: Es passiert nicht weniger Schönes in deinem Leben. Dein System verrechnet es schlechter.

Warum es genau diese Gruppe trifft Vier Gründe, die ineinandergreifen: Der Markt bezahlt Selbstständige für genau die Fähigkeit, die sie ihre Bandbreite kostet. Es gibt keine Zäsuren – keinen Feierabend, an dem jemand anders die Verantwortung trägt. Die Zahlen sind eindeutig (Freeman et al., Small Business Economics: 49 % der befragten Unternehmer berichteten über mindestens eine psychische Erkrankung im Lebensverlauf). Und der Erfolg maskiert es: Ein gedämpftes Nervensystem sieht von außen aus wie Souveränität.

Die Rechnung, die niemand machen will Bandbreite ist eine Amplitude mit einem oberen und einem unteren Teil – und nur einem Regler. Wer wieder mehr Freude spüren will, spürt auch wieder mehr Enttäuschung, Angst und Trauer. Es wird erstmal unangenehmer. Das ist kein Zeichen dafür, dass es nicht funktioniert.

Drei Impulse für den Alltag:

Benennen statt wegdrücken. Dreimal täglich zwanzig Sekunden in ganzen Sätzen benennen, was gerade da ist – möglichst präzise. „Gestresst" ist keine Emotion, sondern ein Sammelbegriff. Lieberman et al. (2007) haben im fMRT gezeigt: Sobald ein Gefühl in Worte gefasst wird, sinkt die Amygdala-Aktivität und der rechte ventrolaterale präfrontale Kortex geht hoch. Ein Fenster zum Raum geben. Einmal pro Woche zwanzig Minuten: kein Handy, keine Musik, keine Aufgabe. Es wird unangenehm – Unruhe, Gereiztheit, manchmal Traurigkeit ohne erkennbaren Anlass. Das ist der Sinn der Übung, nicht ihr Scheitern. Deshalb dosiert und nicht als zehntägiges Schweigeretreat. Verweilen statt abhaken. Wenn etwas Gutes passiert: dreißig Sekunden bleiben, in den Körper gehen, benennen, wo und wie sich das anfühlt. In der Forschung heißt das Savoring, und der aktive Bestandteil ist die Verweildauer – nicht das Notieren. Deshalb funktionieren Dankbarkeitstagebücher bei dieser Gruppe oft nicht.

Transkript anzeigen

00:00:04: Willkommen bei Acht Sam Ballern, dem Podcast für Energie, Fokus und Motivation.

00:00:09: Ich bin Anna-Marie Trenschel, Psychotherapeutin und gemeinsam mit ExpertInnen aus Longevity Medizin & Unternehmertum schauen wir darauf was uns echte Motivations-, nachhaltige Leistungsfähigkeit und ein motiviertes Drive gibt!

00:00:26: Es gibt einen Satz, den ich als Psychotherapeutin in unserer Mental Agility Club und in der Praxis häufiger höre.

00:00:33: Als jeden anderen.

00:00:34: Und es ist nicht, mir geht's schlecht sondern eigentlich ist alles okay gesagt im Tonfall, der irgendwie genau das Gegenteil transportiert.

00:00:44: Ich hatte vor einer Weile in einem Klientenunternehmer mit der Fertigfirma läuft drei Wochen Familie in Urlaub hat er hinter sich und ich frag ihn wie war es?

00:00:52: Er überlegt richtig lange und sagt dann Gut, glaube ich.

00:00:58: Also ... Ich weiß es nicht genau.

00:00:59: Aber irgendwie war's Gutes mehr.

00:01:01: Die Kinder waren da und das Wetter war da.

00:01:03: Er war körperlich anwesend, hat Fotos gemacht sich um die Buchung gekümmert, hat abends weingetrunken.

00:01:08: Und trotzdem hat nichts davon irgendwo so richtig angedockt.

00:01:12: Erst nicht zurückgekommen hatte das Gefühl, drei Wochen lang intensiv gefühlt zu haben.

00:01:18: Es war gut aber hat das sich krass angefühlt?

00:01:21: Hast du was gefühelt?

00:01:24: Das ist eine Erfahrung, die die meisten Menschen nicht beschreiben können oder die auch kein Wort dafür haben.

00:01:30: Und man googelt nicht, warum fühle ich nichts mehr?

00:01:33: Sondern man googlt, warum bin ich so unmotiviert oder vielleicht anzeigend Burnout?

00:01:38: Oder man googlet gar nichts weil man funktioniert und weil man nicht so genau weiß was man da eigentlich suchen würde.

00:01:44: Man ist halt vielleicht einfach auch nicht so emotional, spürt nicht so viel oder man spürte eben auch gar nicht was man nicht spürde.

00:01:51: heute reden wir genau über das über alle Bändigkeit Darüber, was das eigentlich ist.

00:01:56: Warum so viele Menschen sie verlieren und warum es meine Kundinnen besonders trifft.

00:02:01: Also Unternehmer selbstständige Leute die viel leisten und was tatsächlich hilft sie zurückzuholen?

00:02:07: Und für mich persönlich und beruflich ist Achtsam Ballern aber superviel auch Lebendigkeit und Energie voll durchs Leben gehen.

00:02:15: Dann ist das Ballern auch authentisch weil ich bin einfach lebendig habe viel Energie die Dinge in meinem Leben anzugehen.

00:02:22: Also die Frage, wie kann ich energievoll und lebendig sein?

00:02:26: Eben auch in dem Fall hier ohne Substanzen.

00:02:29: Wie kann ich mich richtig spüren und fühlen?

00:02:30: Und ich sag gleich zu Anfang, worum es heute nicht geht.

00:02:32: Es geht nicht um Dopamin-Reizüberflutung.

00:02:35: Dazu gibt's eine eigene Folge.

00:02:36: Es ist nicht um klassisch Burnoutdiagnostik oder Burnout.

00:02:39: Da gibt das auch ne eigene Folge!

00:02:42: Wir gehen heute in ein einziges Thema rein.

00:02:44: Das ist die Frage warum dein Gefühlsleben schmaler geworden ist Und ich freue mich sehr auf die Folge, weil Lebendigkeit für mich tatsächlich der größte Wert ist.

00:02:55: Privat und aber auch in der Arbeit.

00:02:58: Für mich einfach den Inbegriff von Leben natürlich eine Wertefrage.

00:03:01: Aber für mich ist intensiv spüren, intensiv fühlen, lebendig sein das Gegenteil von Todsein.

00:03:07: Dazu ist es erst mal wichtig zu wissen, Lebendigkeit ist Bandbreite.

00:03:11: Also fangen wir damit an, dass wir das Wort mal sauber machen, Lebendigkeit ist ein Begriff, den jeder benutzt.

00:03:18: Aber niemand definiert richtig.

00:03:19: Und Lebendlichkeit ist keine gute Laune und es ist nicht einfach nur Energie oder Motivation.

00:03:26: Es ist auch keine Produktivität.

00:03:28: ganz wichtig du kannst hoch energetisch durch den Tag ballern und dabei komplett leblos sein.

00:03:34: Das machen die meisten Menschen, die ich behandle jeden Tag.

00:03:37: Also Lebendigkeit isst Bandbreite.

00:03:40: wie viele verschiedene innere Zustände erreichen dich in einer Woche?

00:03:44: Wie weit geht der Ausschlag nach oben und wie weit nach unten?

00:03:47: Also, wie viele Farben hat deiner Woche.

00:03:50: Und das Gegenteil davon ist kein Leiden.

00:03:53: Das Gegenteils eben ein sehr schmaler Streifen.

00:03:55: also alles bewegt zwischen vier und sechs vielleicht auf der Skala.

00:04:00: Nie richtig unten aber auch nie richtig oben.

00:04:04: Ein Zustand den man nicht als Problem erkennt weil er sich ja erst mal nicht so schlimm anfühlt oder anfühlen sollte.

00:04:14: Ich arbeite meistens mit Gefühlsskalen tatsächlich auch eher im Plus- und Minusbereich.

00:04:19: Also null ist dann häufig bei uns die Gleichgültigkeit, keine Emotionen.

00:04:24: Jetzt könnte man sagen okay na und solange ich funktioniere es mir das ziemlich egal.

00:04:28: so lange ich nichts Schlimmes fühle kann ich gerne bei Null sein.

00:04:32: dazu gibt's auch eine Studie die da ganz prägend ist von George Bonanno und Kollegen.

00:04:38: von Da gab es einhundert Einsteilnehmer, die sahen im Labor emotionale Bilder unter drei verschiedenen Anweisungen.

00:04:48: Einmal zeigt deine Gefühle so deutlich wie möglich, also verstärken.

00:04:54: Ein mal unterdrücke deine Gefühl.

00:04:57: So gut wie du kannst und einmal schau einfach!

00:05:00: Und gemessen wurde, wie gut jemand beides kann hochfahren runter fahren auf Ansage.

00:05:05: Dabei kam etwas raus das eigentlich auch exakt auf den Menschen passt die bei mir im Raum sitzen.

00:05:10: Die beiden Fähigkeiten waren gegenläufig, also Korrelation minus Nullkommar drei vier.

00:05:15: Wer richtig gut unterdrücken konnte, konnte tendenziell schlecht hochgehen.

00:05:21: Also die eine Fähigkeit wächst auf Kosten der anderen.

00:05:25: Wer gut untertrückt kann schlecht verstärken.

00:05:28: und jetzt überleg mal wer da häufig bei mir sitzt.

00:05:30: das sind eher die Unterdrücker, Menschen, die das über Jahre trainiert haben weil es ihnen etwas gebracht hat, weil es funktioniert hat, Weil es ihr Business getragen hat.

00:05:40: Die können nach zwanzig Jahren absolut zuverlässig nichts zeigen und dann aber auch nichts spüren.

00:05:47: Und genau so beschreiben sie es dann auch, also fast niemand sagt ich bin traurig Sie sagen Ich spüre einfach nichts mehr richtig und das ist der Moment in dem die Bändigkeit eben verschwindet über Jahre langsam und als Nebenwirkung von etwas dass sich die ganze Zeit wie ja eigentlich eine Stärke angefühlt hat was ich meine Emotionen im Griff habe.

00:06:05: da ist natürlich Sozialisierung auch ein großes Thema Emotionen zu unterdrücken.

00:06:11: Und ich finde, die Studie zeigt das ganz gut.

00:06:13: Wer das gut kann, kann wenig nach oben gehen.

00:06:16: Das bleibt ja auch nicht nur im Kopf sondern unterdrückte Gefühle verschwinden nicht.

00:06:21: Sie werden nur unsichtbar erst mal und der Körper trägt sie aber trotzdem weiter.

00:06:25: Wir wissen ja dass sich unterdrücke Gefühlen langfristig in mentalen und körperlichen Erkrankungen manifestieren.

00:06:32: Du wirst auch gleich sehen was in solchen Labor-Situation mit Herzfrequenz und Blutdruck passiert während Außenjahr angeblich alles ruhig ist.

00:06:41: Und damit sind wir bei dem, wonach letztendlich dieser Podcast auch heißt?

00:06:46: Ballern heißt für mich eben genau das Verstärken.

00:06:49: Energiefoll und lebendig durch dein Leben gehen mit einem System, dass noch mitschwingt.

00:06:54: Die Frage der heutigen Folge ist damit wie kommt man dahin, dass der Regler nicht mehr funktioniert?

00:07:01: und wie kriegt man den Regler wieder zurück?

00:07:02: Wie komme ich zurück zu mehr Lebendigkeit?

00:07:05: Weil dann kommt ... Der Rest oder sehr vieles oft von allein.

00:07:09: Wir fragen uns erst mal, wie kommt es dann, dass ich diese Bandbreite verliere?

00:07:12: Dafür müssen wir uns anschauen, wie Menschen mit unangenehmen Gefühlen umgehen.

00:07:16: und da gibt's eine Strategie die in meiner Zielgruppe absolut dominiert.

00:07:21: Die heißt in der Emotionsforschung expressive Suppressionen also Ausdrucksunterdrückungen Das Gefühl das da ist.

00:07:28: aber du lässt jetzt eben nicht raus Gesicht neutral, Stimmung.

00:07:32: ruhig weiter im Text Und du kennst das.

00:07:34: Du sitzt im Investorengespräch, im Kopf rechnest du vielleicht geradeaus wie lange die Liquidität noch reicht und außen erklärst du entspannt die Roadmap.

00:07:42: Und du gehst ins Team-Meeting an dem Tag, an dem du weißt dass du vielleicht zwei Leute kündigen musst und moderierst das Meeting trotzdem ganz normal durch.

00:07:50: oder du telefonierst mit einem Kunden zwei Stunden nachdem der größte Auftrag des Jahres abgesagt wurde und man darf dir nichts anhören, ansehen.

00:08:01: Und es ist eine Fähigkeit Eine auf die die meisten Menschen in der Zirkrober dann irgendwie stolz sind, zurecht.

00:08:08: Weil sie ja auch in bestimmten Momenten die Existenz rettet.

00:08:12: Die Frage ist nur eben auch was sie kostet?

00:08:14: Und es gibt eine Studie, die für mich da auch ganz wichtig ist James Cross und Robert Levinson.

00:08:30: Ein Neutral.

00:08:33: Eine Gruppe bekommt vorher die Anweisung, wenn dabei Gefühle hochkommen, verhalten sich bitte so, dass ein Beobachter ihn nichts ansehen kann und die Gruppe schaut einfach die andere.

00:08:42: Und dann wird beides gemessen.

00:08:43: Was zeigen die Leute nach außen?

00:08:45: Was erleben sie aber jetzt innerlich?

00:08:47: Da wurde vor allem die innerlichen Prozesse gemessen, ähnlicher Studienaufbau.

00:08:51: Die ganze Zeit wurde mitgeschrieben.

00:08:52: Herzfrequenz, Hautleidfähigkeit ... also das übliche.

00:08:57: Dann gibt es dazu drei Befunde.

00:09:00: Der erste Befund Beim traurigen Film hat das Unterdrücken am Inneren erleben nichts geändert.

00:09:06: Also die Frauen in der Unterdrückungsgruppe waren irgendwie genauso traurig wie die anderen, nach außen ruhiger vielleicht und man hat sie nicht angesehen aber innen waren sie genau so traurige.

00:09:16: Traurigkeit war komplett da.

00:09:17: zweiter befund beim lustigen film war es anders also da hat die untersuchung durchgeschlagen.

00:09:22: Die Gruppe die nichts zeigen konnte berichtete tatsächlich dann innerlich messbar weniger erlebte freude Eine kleine Unterschiedstatistisch-Sauber und einem kleinen Filmklip von wenigen Minuten.

00:09:38: Und der dritte Befund in beiden Bedingungen ist der Körper hochgefahren, die Sympathikosaktivierungsstieg an sowohl äußerlich als in der Kontrollgruppe.

00:09:51: Weniger Ausdruck mehr körperliche Belastung.

00:09:54: Und was heißt das jetzt?

00:09:55: Die Strategie, mit der du seit zwanzig Jahren deine schweren Gefühle managst verändert an den eigentlichen Gefüllen nichts.

00:10:05: Sie sind trotzdem da in voller Stärke Trauer Angst Wut.

00:10:10: sie sind trotzdem dar und treiben eben unbewusst ihr Unwesen im Körper.

00:10:16: Es funktioniert auch häufig nicht tatsächlich unangenehme Emotionen zu unterdrücken und für die dies funktioniert.

00:10:22: die entwickeln dann letztendlich.

00:10:24: häufig sieht man auch körperliche oder mentale Erkrankungen im Verlauf.

00:10:28: War es die Strategie der Unterdrückung aber zuverlässig, scheinbar verkleinert?

00:10:32: Immer und spürbar ist die Freude!

00:10:35: Also bezahlt wird das Ganze diese Unterdrücklichung damit wir unangenehme Gefühle trotzdem irgendwie haben positive Gefühlen tatsächlich nicht mehr haben was eigentlich nicht Sinn.

00:10:46: uns weg ist ja und bezahlt dann auch noch mit körperlicher Aktivierung Stress im System.

00:10:54: Also die zwanzig Jahre, in denen du dich zusammengerissen hast haben die Angst, die Trauer nicht kleiner gemacht.

00:10:59: Sie haben die Freude kleiner gemacht und das ist der Grund für dieses Bild, dass ich am Anfang gemacht habe.

00:11:04: Der Dämpfer den Du eingebaut hast, der ist unspezifisch und er kann nicht unterscheiden zwischen dem was Du loswehren willst und dem was du behalten willst.

00:11:12: Er fährt einfach die Amplitude runter In jede Richtung.

00:11:15: Ich benutze dafür gern ein Bild aus dem Tonstudio mit meinen Kunden und Kundinnen weil es ziemlich genau passt.

00:11:21: Also es gibt da so ein Werkzeug, das heißt Kompressor und er macht Folgendes.

00:11:24: Er nimmt die lauten Spitzen und drückt sie runter damit eben nichts mehr übersteuert sehr sinnvoll.

00:11:30: Wenn du ihn aber zu hart einstellst passiert da was Komisches.

00:11:33: Die Aufnahme ist insgesamt lauter auf einmal Aber sie ist an den Stellen eben nicht zu übertretet.

00:11:38: aber sie berührt eben auch niemanden mehr weil die Dynamik eben weg ist Und alles gleich laut ist heisst eben nichts sticht mehr heraus Nichts hat mehr Kontur Und genau das machen die Menschen, mit denen ich arbeite oft unbewusst.

00:11:50: Mit ihrem Emotionen.

00:11:51: Sie haben den Kompressor über Jahre immer härter eingestellt weil sie ihn gebraucht haben.

00:11:57: Die Spitzen wegmachen und nicht so emotional sein.

00:12:00: Erwachsen zu werden stark zu werden zu funktionieren.

00:12:03: Und irgendwann finden sie einfach den Regler nicht mehr um ihnen wieder zurückzutrehen und dem Leben mehr Amplitude zu geben.

00:12:10: Das gibt zu diesem Thema noch eine Studie, die ich hier reinnehmen möchte Weil sie ne Ebene aufmacht an die da kaum jemand denkt Emily Butler und Kollegen ebenfalls zusammen mit James Cross, in der Zeitschrift Emotion.

00:12:23: Zwei Untersuchungen von Frauen, die sich vorher nicht kannten und über ein belastenes Thema sprechen sollten.

00:12:30: Eine Gruppe bekam die Anweisung zu unterdrücken wieder und eine sollte natürlich reagieren.

00:12:35: Also diese Situation irgendwie gedanklich umdeuten.

00:12:39: Gemessen wurde nicht nur was mit der Person passiert, sondern auch was mit DER passiert, die gegenüber sitzt!

00:12:45: gegenüber der unterdrückenden Person.

00:12:47: Da wird es spannend, die Unterdrückung hat die Kommunikation irgendwie gestört und den Blutdruck der Gesprächspartnerin nach oben getrieben.

00:12:55: Obwohl sie ja nicht selbst unterdrückt hat also nicht den eigenen, denn der anderen Person.

00:13:01: Und zusätzlich sank das Gefühl von Verbundenheit im Gespräch und die Wahrscheinlichkeit dass sich daraus eine Beziehung entwickelt ging deutlich runter.

00:13:07: Die Gesprächspartnerin wusste nicht ist hier jemand unterdrücklich?

00:13:11: Sie hat nur irgendwie oder der Körper hat gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt hat darauf reagiert.

00:13:15: Und jetzt übersetzt es mal in dein Leben, du sitzt beim Abendessen mit Partnerinnen und Partnern den Kindern, hat das einen blöden Tag und du hast entschieden das vielleicht nicht an den Tisch zu bringen weil du sie nicht belasten wirst und du regulierst das weg.

00:13:28: nach außen ist alles normal und die Menschen am Tisch spüren trotzdem dass da irgendeine Art Wand ist.

00:13:34: Das ist der Grund warum sehr regulierte Menschen ihre Gefühle gut unterdrücken können oft berichten dass es sich auch in ihren engsten Beziehungen irgendwie einsam fühlen.

00:13:44: Obwohl sie ja objektiv nicht allein sind, also die Wand, die du vielleicht auch irgendwo im Investorengespräch aufgebaut hast, die kriegst du abends nicht so leicht wieder runter und dann ist die Lebendigkeit nicht nur eine Frage dessen was du fühlst sondern auch eine Frage dessen was zwischen dir und anderen Menschen noch stattfindet.

00:14:02: Das heißt fassen wir zusammen je mehr eigene Bandbreite und eigene Emotionen desto mehr Verbundenheit auch mit anderen und mit dir selbst.

00:14:15: Und je weniger Emotionen, also je mehr Unterdrückung, desto weniger Verbindungen nach außen.

00:14:22: Desto weniger gute Beziehungen.

00:14:24: Jetzt gibt es eine zweite Ebene – die ist eigentlich noch unangenehmer.

00:14:28: Bis hier haben wir über den Ausgang gesprochen, was du rauslässt aber es gibt einen Eingang, das überhaupt reinkommt und verrechnen wird.

00:14:36: Dazu gibt's auch ne Studie.

00:14:38: Da kann man was messen, was man gar nicht so gut selbst steuern kann.

00:14:43: Der Aufbau war du siehst am Bildschirm zwei sehr ähnliche Reize und musst sie unterscheiden.

00:14:47: Was du nicht weißt einer von beiden wird deutlich häufiger belohnt als der andere aber man sagt dir nicht welche.

00:14:53: die meisten Leute merken es auch gar nicht wirklich bewusst.

00:14:56: Und trotzdem passiert etwas.

00:14:58: gesunde Menschen entwickeln im Verlauf der Aufgabe automatisch eine Vorliebe für den Reiz der öfter belohnte wurde.

00:15:04: also das Gehirn lernt aus Belohnung ohne dass du davon etwas mitbekommst.

00:15:09: Das ist eine Basisfunktion, die läuft unter der Wahrnehmungsschwerde.

00:15:13: Das bemerken wir gar nicht so.

00:15:15: Lerneffekt.

00:15:16: und was dann gezeigt wurde es das unter akuten Stress entsteht diese Vorliebe deutlich schwächer.

00:15:22: also gesunde Menschen zeigen unser stressbedingungen ein muster Dass letztendlich denen von depressivem menschen ähnelt.

00:15:28: gemessen wird hier ne Grundfunktion Also die Fähigkeit aus Belohnung überhaupt noch etwas zu machen dies überhaupt zu merken dass da was gutes ist Und die geht eben in Stress runter.

00:15:39: Es wurde später in einer großen Übersichtsarbeit zusammengefasst und da zieht sich derselbe befund durch, sowohl akuter als auch chronischer Stress senken wie selbst gerichtete Freude an Dingen.

00:15:51: Also was heißt es jetzt übersetzt?

00:15:52: Es passiert vielleicht nichts weniger Schönes in deinem Leben aber dein System verrechnet es einfach schlechter als weniger toll weil du vielleicht über Jahre einen gewissen Stress in deinm Leben hattest.

00:16:06: Also der Empfänger ist irgendwie leise gestellt.

00:16:08: Vielleicht sendet der Sender weiter mit voller Kraft, also das Leben sendet dir weiter gute Dinge und nur die kommen halt einfach vielleicht weniger an.

00:16:17: Vielleicht auch eben nicht mehr so stark!

00:16:19: Und es ist der Grund warum das solange eben unbemerkt bleibt, merkst du ja nicht dass du weniger fühlst?

00:16:25: Du hast ja auch wenig vergleichswert und merkst nur dass das Leben irgendwie an dir vorbeiläuft und dass das Wochenende irgendwie nicht so richtig gebracht hat Das Restaurant, auf das du dich gefreut hast irgendwie halt ein Restaurant war.

00:16:37: Und dann machst du den Fehler, den fast jeder macht?

00:16:39: Du suchst den Fehler im Leben!

00:16:41: Du änderst das Leben.

00:16:43: Andere Urlaubsort, größeres Ziel, neues Projekt andere Beziehung, andere Stadt.

00:16:49: mehr höher schneller weiter und dann wundest du dich dass die Ergebnisse irgendwie ausbleiben.

00:16:55: also vielleicht war nie des Lebens das Problem sondern der Empfänger.

00:17:01: Das heißt zusammenfassend wir haben darüber gesprochen, dass Lebendigkeit aus den folgenden Gründen weniger spürbar ist.

00:17:08: Einmal Emotionsdiversitäten nimmt ab – also wer entscheidet, weniger unangenehme Emotionen zu erleben wird vor allem weniger Freude erleben und das Abschalten führt eben zu einer verringerten Bandbreite.

00:17:19: die Amplituden fehlen.

00:17:20: Hier ist auch so ein Bezug zur Trauma für mich ganz wichtig als Traumotherapeutin.

00:17:25: letztendlich entscheiden wir häufig wenn wir viel Schmerz erlebt haben, dass wir keine Emotion mehr haben wollen.

00:17:31: Das heißt wie ihr regeln den Regler runter, weil wir diesen Schmerz nicht mehr spüren wollen und somit sind letztendlich viele schmerzhafte Ereignisse in unserem Leben einfach irgendwie auch ein Dieb.

00:17:43: Ein Dieb für Emotion.

00:17:45: Emotionen fühlen sich, spülen ... Weil letztendling brauchen wir einen Schutz.

00:17:49: Es ist endlich eine Schmerzwermeidung Und das ist häufig auch dass die Emotion runter regeln.

00:17:55: Zweite Sache Emotions- und Erdrückungen verringert Verbundenheit mit anderen und auch das fühlt sich dann weniger lebendig an.

00:18:02: Wir müssen uns ja auch lebendig fühlen in Beziehungen zu anderen.

00:18:06: Das macht unser Leben tatsächlich lebendiger und unter Stress empfangen wir weniger Freude, wir spüren weniger weil das empfangende System abschaltet.

00:18:17: Und jetzt zur Frage die mich am meisten beschäftigt warum trifft es ausgerechnet Unternehmer selbstständige Leistungsträger viel Beschäftigte so hart?

00:18:28: Dafür gibt es letztendlich mehrere Gründe.

00:18:32: Der erste ist, der Markt bezahlt dich auch irgendwo für Unterdrückung.

00:18:38: Also in den meisten Berufen ist emotionale Regulationsfähigkeit nicht heff, sondern es ist wichtig Geschäftsgrundlage.

00:18:45: Der Investor, der sieht dass du unsicher bist, der investiert vielleicht nicht und das Team des Merks, dass du Angst hast verliert selbst die Nerven.

00:18:52: Das heißt, du bekommst irgendwie für die Fähigkeit Geld, die dich irgendwie deiner Bandbreite kostet.

00:18:57: Und das Zweite, es gibt keine Zäsuren.

00:19:00: Also ein Angestellter hat Grenzen die von außen kommen.

00:19:03: Es gibt einen Feierabend aber für dich wenn du jetzt gerade auch Unternehmer bist verschwimmen die Grenzen häufig und wenn du selbstständig bist gibt es eben oft keinen einzigen Zeitpunkt an dem jemand anderes die Verantwortung trägt.

00:19:16: Das heißt ich muss dauerhaft regulieren, dauerhaft funktionieren.

00:19:21: Der dritte Grund, die Zahlen sind da sehr eindeutig.

00:19:24: Es gibt ja wirklich mehrere Untersuchungen, die das bestätigen.

00:19:27: Eine davon, da wurden Unternehmer mit Vergleichspersonen verglichen und erzeugte sich das forty-neinundvierzig Prozent der Unternehmer über mindestens eine eigene psychische Erkrankung im Lieblingslauf berichten – und zweiunddreißig Prozent über sogar zwei oder mehr.

00:19:46: Depression bei dreißig?

00:19:48: ADH ist bei neunundzwanzig Prozent.

00:19:49: Und verrechnet man, die Familiengeschichte dazu waren seventy-zwei Prozent der Unternehmer direkt oder indirekt betroffen.

00:19:56: und das erzähle ich nicht um irgend wem Diagnosen anzuhängen sondern ich erzähl es weil's in dieser Gruppe eine Erzählung gibt und die sagt Unternehmer sein besonders belastbar, härter im Nehmen, robuster und die Zahlen sagen etwas anderes.

00:20:11: Die Gruppe ist eher stärker exponiert und funktioniert länger bevor sie es merkt und das ist ein Unterschied.

00:20:17: Das heißt, je mehr Verantwortung, je viel Beschäftigte das Tor anfälliger bist du tatsächlich auch eine Erkrankung zu bekommen.

00:20:27: Und Erfolg maskiert es also.

00:20:29: von außen sieht ein gedämpftes Nervensystem dann vielleicht aus wie Klarheit?

00:20:34: nichts kann mich aus der Fassung bringen.

00:20:36: aber letztendlich sind es genau die Menschen die am besten regulieren können die am meisten Bandbreite verlieren und sie bekommen dafür auch noch positives Feedback.

00:20:46: Es sagt ja selten jemand, du bist so flach in letzter Zeit.

00:20:48: Sondern im beruflichen Kontext ist es dann eher sowas wie Wahnsinn, wie du das alles wegsteckst.

00:20:53: Ja und man sitzt eben derselbe Mensch irgendwann nach zehn Jahren bei mir und sagt den Satz vom Anfang – es ist eigentlich alles okay!

00:21:00: Also warum betrifft es letztendlich?

00:21:03: Dass mit der verringerten Lebendigkeit vor allen Unternehmer viel beschäftigte.

00:21:07: Klar, vieles davon ist logisch mehr funktionieren, mehr Stress, mehr Emotionsunterdrückung aber auch mehr am Kopf sein, verkopft sein, rational sein.

00:21:14: Die Menschen sind mehr im Kopf als im Körper und im Fühlen.

00:21:18: Manchmal retten wir uns in die scheinbare, sichere Festung des Kopfers, weil das Füheln sich einfach unkontrollierbar anfühlt.

00:21:28: Und im Leben haben wir ja alles besser unter Kontrolle.

00:21:31: Emotionen?

00:21:32: Nein danke!

00:21:33: Dann lieber krübeln fühlt es sich irgendwie für die meisten sicherer an.

00:21:36: Bevor ich denn in den Pulsen komme muss ich einen Punkt klarstellen... Wenn Menschen merken, dass sie flach geworden sind ist der erste Wunsch fast immer derselbe.

00:21:46: Ich hätte gern wieder mehr Freude, mehr Begeisterung und mehr von dem guten Zeug aber das geht nicht getrennt.

00:21:51: also die Bandbreite über die wir heute reden ist eine Amplitude und Sie hat einen oberen ein unteren Teil Und du kannst nicht auswählen.

00:21:59: in der EMO-Diversitätsstudie war das übrigens sehr deutlich.

00:22:02: auch eine größere Vielfalt an negativen Emotionen waren mit besserer Gesundheit verbunden unabhängig davon wie viel negative es die Leute am Schnitt erlebt haben.

00:22:11: Also nicht nur die schönen Emotionen brauchen Auflösungen, sondern alle.

00:22:14: Was heißt das?

00:22:15: Wenn du wieder mehr spüren willst, wirst du auch wieder mehr von dem spüern was du seit Jahren erfolgreich draußen hältst Enttäuschung Angst Trauer über die Dinge die lange her sind Oder vielleicht gut alte Verletzungen Ängste vielleicht nicht gut genug sein zu können abgelehnt werden zu können Vielleicht zu versagen.

00:22:37: und es ist der Preis und ich finde den muss man ehrlich benennen bevor jemand loslegt.

00:22:40: Ich habe Genug Leute erlebt, die nach zwei Wochen sagen, das macht es schlimmer als zuvor.

00:22:46: Ich bin mir nicht sicher, ob ich das möchte?

00:22:49: Und ... Es wird halt auch erst mal unangenehmer.

00:22:52: Das ist kein Zeichen dafür, dass es nicht funktioniert, sondern der Grund, warum man wieder in eine emotionsvollere, lebendigere Richtung geht.

00:23:00: Ein Leben ohne den oberen Teil der Amplitute hat eben keinen unteren.

00:23:04: Wer keine Enttäuschung spürtspürte, keine Vorfreude und ja... Der Preis für Taubheit nach unten ist letztendlich auch die Taubheit nach oben und das muss man sich einfach bewusst machen.

00:23:15: Wir sprechen dann halt in der Arbeit bei uns auch häufig über das Für-und Wieder, aber am Ende entscheiden sich eigentlich ja fast alle für mehr Fühlen weil wir eben auch darüber sprechen dass wir ja nur einmal leben.

00:23:27: und Die Frage ist wie will ich Leben?

00:23:29: Will ich intensiv leben?

00:23:30: Will Ich viel spüren?

00:23:32: oder will ich am ende sagen naja ich war immer neutral bin auf Nummer sicher gegangen Ja keine traur oder angst zu spüern habe immer gut funktioniert Das muss jeder für sich selbst beantworten.

00:23:42: Also kommen wir jetzt zu dem, was du mitnehmst.

00:23:44: Ich gebe dir drei Dinge und die sind bewusst eher kleiner.

00:23:47: Und natürlich ist der Prozess raus länger und ich würde lügen wenn ich sage dass wir mit unseren Kunden in diesem Prozess der Lebendigkeit nach acht Wochen schon komplett fertig sind.

00:23:56: Es geht langfristig auch um Nervensystem-Regulation Stressabbau Emotionsarbeit usw.

00:24:02: Und es muss tief psychologisch und strukturiert angegangen werden.

00:24:05: aber ich gebe dich hier mal drei einfache Dinge.

00:24:08: Aber fangen wir erst mal damit an, was nicht hilft.

00:24:11: Urlaub repariert es nicht?

00:24:13: Zwei Wochen lang, egal wie schön ... Der Dämpfer ist letztendlich immer noch da und das ist der Grund, warum Leute trotzdem leer zurückkommen.

00:24:22: Vielleicht sind sie sogar ausgeschlafen aber innerlich genauso taub wie vorher.

00:24:26: Das ist nichts, was hilft.

00:24:28: Einfach warten hilft auch nicht.

00:24:30: Was kann helfen?

00:24:31: Erstens, wenn Nennstadt wegdrücken, also der Unterschied um den es geht, ist eben Subression heißt den Ausdruck runterzufahren, während das Gefühl in der Nähe weiterläuft.

00:24:40: Das kostet Energie, ändert einem Gefühl nichts, kostet sich die Freude.

00:24:44: Wir haben gesehen was dabei rauskommt und was tatsächlich reguliert ist Sprache.

00:24:48: Es gibt Studien, die zeigen sobald das Gefühl an Wurther gefasst wird geht die Aktivität in der Ermögtelade also in unserem Teil des Emotionszentrums runter.

00:24:57: Und dass es die Region für die schnelle emotionale Alarmreaktion zuständig ist.

00:25:02: Gleichzeitig geht er rechte Ventrolaterale, Brief- und Hallekortex hoch.

00:25:07: Das ist ein Bereich der an der Regulation beteiligt ist.

00:25:10: Das Wort macht also die Arbeit, die das wegdrücken nicht machen kann.

00:25:14: Und ganz konkret dreimal am Tag, zwanzig Sekunden, du benennst in ganzen Sätzen am besten was gerade da ist.

00:25:20: Da geht es um Präzision, das heißt gestresst, das ist keine Emotion, sondern Sammelbegriff unter den Menschen des Kippen, was sie nicht auseinandernehmen wollen.

00:25:29: Ich habe Angst dass der Kunde absprengt.

00:25:32: Ich weiß nicht, wie ich das mit dem Team erklären soll und es ist mir peinlich.

00:25:35: Es war was völlig anderes!

00:25:37: Und es sind zwei unterschiedliche Zustände die vielleicht auch unterschiedliche Reaktionen brauchen.

00:25:42: also wer nur drei Emotionswörter benutzt erlebt auf Dauer eben auch nur drei emotionen.

00:25:47: Also es ist eine Frage der Auflösung und du kannst die erhöhen indem Du aufhörst alles unter einen Begriff zu schieben.

00:25:54: und das ist letztendlich der Punkt wo auch Coaching und Therapie wirken allein schon durch das ausgesprochene Wort dass wir da helfen, Wörter zu finden.

00:26:01: Neue Emotionen zu finden und benennen und unterscheiden.

00:26:04: Ich hab Leute bei mir sitzen, die fragen auf die Frage was sie für Emotion spüren und fragen Sie erst mal Kim, was gibt's denn für Emotions?

00:26:12: Dann sammeln wir erst einmal Emotion!

00:26:14: Und es ist wichtig eben das gemeinsam zu tun wenn man merkt, irgendwie bin ich der sehr eingeschränkte.

00:26:20: Und zweiter Tipp überhaupt ein Fenster zum Raum geben sich selbst ein Fenstern geben um Emotionalum zu geben Einmal die Woche, vielleicht zwanzig Minuten wenigstens.

00:26:32: Kein Handy, keine Musik, kein Podcast, keine Aufgabe einfach nur sitzen und nichts wegmachen von nichts ablenken.

00:26:40: Und ich sage gleich das fühlt sich erst mal sehr unangenehm an.

00:26:43: und das erste Mal ziemlich sicher eher wirst du eher Unhohe Gereiztheitsspüren den Impuls aufzustehen irgendwas zu tun.

00:26:51: Vielleicht kommen auch Emotionen hoch manchmal kommt Wut auf irgendetwas Hoch super lange her ist.

00:26:56: Wir müssen diesen Raum öffnen, den haben wir heutzutage nur noch selten.

00:27:01: und was jahrelang weggedrückt wurde meldet sich sobald der Druck nachlässt.

00:27:04: Das ist der Grund warum viele in dem Versuch zu meditieren erst mal scheitern oder manchmal sogar zusammenbrechen.

00:27:12: also dosiert zwanzig Minuten jetzt nicht ein ganzes Wochenende am besten auch nicht direkt ein zweivöchiges Schweigerytreat gefährlich an dieser Stelle sondern wirklich dosiert.

00:27:23: Hier eben der zentrale Satz, ein Fenster zum Raum geben.

00:27:29: Ein Fenster ist auch oft ein Coaching oder eine Therapie.

00:27:33: Wie kann ich einen Raum erzeugen für mich?

00:27:34: Dass diese Emotionen überhaupt kommen können.

00:27:37: Klar hier in der Coaching und Therapie machen wir das Begleitet Schritt-für-Schritt also wir reisen nicht einfach den Schrank auf und alles fällt raus.

00:27:43: Und die dritte Punkt, den du mitnehmen kannst mal verweilen statt abhaken ist der Impuls, bei dem meine Klienten am häufigsten Widerstand zeigen und gleichzeitig der, der am schnellsten wirkt.

00:27:54: Der Standardablauf sieht ja häufig so aus – etwas Gutes passiert, Zahlen erreicht, projekturig, registriest es und dann zwei Sekunden gehts weiter.

00:28:03: Und das Problem daran ist ….

00:28:05: Da schließt sich der Kreis zur Belohnungsverarbeitung von vorhin….

00:28:08: Dein System lernt daraus, dass Belohnungen nichts bedeutet!

00:28:11: Sie wird nicht verbucht und beim nächsten Mal wird sie noch schwächer verrechnet Ohnehin, dass es ja sowieso schon schlechter verrechnet wird.

00:28:17: Weil er vielleicht viel Stress in den letzten Monaten und Jahren war Und du trainierst dein Gehirn eben so aktiv ab auf gute Dinge überhaupt zu reagieren die überhaupt zu bemerken Du schwächst diese Gehirnenbahn!

00:28:29: Und die Übung dagegen Wenn etwas Gutes passiert bleibst du dreißig Sekunden stehen.

00:28:34: also auch wirklich.

00:28:36: Du gehst in den Körper.

00:28:36: wo spürst du das?

00:28:38: Ist es in der Prust im Bauch ist es warm ist es weit Und dann benennst du es so präzise wie möglich.

00:28:44: Und das ist eben die Verweildauer, die da letztendlich wichtig ist und deshalb funktionieren oft Dankbarkeits-Tagebücher bei vielen Menschen aus der Gruppe nicht.

00:28:53: Sie schreiben drei Punkte in, weiß ich nicht, vierzig Sekunden auf und haken damit dann das Gute genauso ab wie im Alltag auch.

00:29:01: Die Liste ist voll aber gefühlt haben sie dabei nichts.

00:29:03: also verweilen, reinspüren.

00:29:06: und noch etwas zur Erwartungshaltung.

00:29:09: Das dauert Wochen!

00:29:10: Das System wie du neu zu trainieren, nicht Tage.

00:29:13: Und das System, das zehn oder fünfzehn Jahre lang gedämpft hat, dreht nicht an einem Wochenende wieder auf.

00:29:18: und die ersten Veränderungen, die meisten berichten sind auch nicht groß, sondern eher so kleine subtile Dinge, die plötzlich wieder ankommen.

00:29:25: Der erste Schluck Kaffee oder ein Song im Auto, das Gesicht des eigenen Kindes und einen ganz normalen Dienstag – und es klingt banal aber ist oft genau der Punkt!

00:29:35: Genau diese Dinge sind als Erstes verschwunden, weil sie am leistesten senden.

00:29:39: Aber sie kommen als erstes auch wieder zurück.

00:29:41: aber dafür musst du eben trainieren und von mir aus mach in den Momenten auch dreißig Sekunden lang einen kleinen inneren Freudentanz oder gerne auch einen äußeren, wer sich traut.

00:29:50: Also wenn Du was mitnimmst aus dieser Folge dann diese Dinge die schönsten Dinge in Deinem Leben sind nicht weniger geworden sondern der Empfänger ist leiser gestellt.

00:29:58: Ein Empfänger lässt sich wieder lautdrehen Wenn Du dir eine Frage mit nimmst dann nicht die ob Du glücklich bist Sondern wann hat dich zuletzt etwas spürbar erreicht?

00:30:09: Wann hast du dich das letzte Mal lebendig gefühlt.

00:30:11: Und wenn du auf diese Frage länger als fünf Sekunden nachdenken musst, weißt du wo du stehst.

00:30:17: und auch noch ein letzter Satz zur Einordnung die drei Impulse funktionieren für sich.

00:30:21: Die kannst du ab morgen schon machen.

00:30:23: aber die frage warum ein system überhaupt gelernt hat dauerhaft zu dämpfen Hat in der regel eine vorgeschichte und da geht es darum was in deinem leben passiert ist was die beigebracht hat, das fühlen im Zweifel gefährlich ist.

00:30:37: Das ist letztendlich die Arbeit, mit unseren Klienten in Menzel & Jevity Club in Hamburg machen und die geht eben tiefer.

00:30:42: als natürlich man mit dieser Podcast-Folge hier ging soll er letztendlichen Anstoß sein aber anfangen kannst du ihm heute mit den Impulsen.

00:30:49: das ist jetzt endlich deine Aufgabe.

00:30:52: und vielleicht sich auch zu überlegen wie wichtig ist Lebendigkeit mir in meinem Leben?

00:30:56: Und ich bin bereit dafür zu tun davon wieder mehr zu haben.

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